Parodontologie

Kampf gegen Zahnverlust

Die „Volkskrankheit Parodontitis“ (Zahnfleisch- und Zahnbettentzündung) zählt zu den häufigsten bakteriellen Infektionskrankheiten im menschlichen Körper. In Deutschland gehen ca. 80% der Zähne dadurch verloren und nur ca. 3% der zahnärztlichen Behandlungen therapieren Parodontitis. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) tritt Parodontitis ab dem 50. Lebensjahr bei etwa jedem dritten Menschen auf.

Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates und wird durch bakterielle Zahnbeläge verursacht. Unbehandelt führt die Erkrankung zur Zahnlockerung und zum späteren Zahnverlust.
Anfänglich entzündet sich das Zahnfleisch – erkennbar durch Rötung und Schwellung. Zahnfleischbluten und Mundgeruch sind erste Anzeichen, später bilden sich Zahnfleischtaschen aus. Die Entzündung wird durch bakteriellen Zahnbelag hervorgerufen.

Nach einiger Zeit baut sich deshalb der Knochen ab, der die Zahnwurzel umgibt. Ist der Abbau entsprechend weit fortgeschritten, werden die Zähne locker und fallen aus.
Die moderne Zahnheilkunde bietet Möglichkeiten die Krankheit zu stoppen und der tückischen Entzündung des Kieferknochens Einhalt zu gebieten.

 

Parodontitis-Behandlung

Im Rahmen einer Zahnfleischbehandlung findet eine gründliche und schonende Reinigung der Wurzeloberflächen statt. Zahnfleischtaschen werden mit Hilfe von Ultraschall- und Handinstrumenten gereinigt, erkranktes Gewebe dabei entfernt und antibakterielle Medikamente werden eingebracht, damit sich die Zahnfleischtaschen wieder schließen können.
Um ein dauerhaft stabiles Ergebnis in Form von gesundem Zahnfleisch zu erreichen, sind regelmäßige Kontrollen (individuelles Prophylaxeprogramm) in Verbindung mit einer professionellen Zahnreinigung (Prophylaxesitzung) empfehlenswert.